CVP Naters   «Fer Natersch»

Mehr Oberwallis in der Energiepolitik

„Die Energie wird langsam knapp, weil die Investitionen in den Energieaufbau fehlen. Man sollte schon mal darüber nachdenken, wieso unsere Vorväter die Lonza hier gebaut haben. Nämlich weil Energie vorhanden war – und eben günstig vorhanden war. Und heute müssen wir uns genau wegen dieser Energie überlegen, ob wir hier langfristig – zumindest mit einem Teil unserer Produktion – überleben können. Es ist schon merkwürdig, wie hier die Geschichte spielt. Kurz: Das Thema macht uns wirklich Sorgen.“ Stefan Borgas, CEO Lonza AG, RZ vom 3. Mai 2007 S. 26f.. Für eine ausreichende, sichere, umweltfreundliche, unabhängige und kostengünstige Stromversorgung der Schweiz ist die Elektrizität aus Wasserkraft nach wie vor von absolut zentraler Bedeutung. Als Vizepräsident der Gemeinde Visp kenne ich aus Besprechungen mit den Verantwortlichen der Lonza sowie vieler Betriebe in unserer Region die Wichtigkeit des Energiepreises für die Industrie und das Gewerbe. Nicht zuletzt deshalb engagiere ich mich in Energiegesellschaften: als Verwaltungsratspräsident in der lokalen Energieversorgerin VED Visp Energiedienste AG sowie als Verwaltungsratsvizepräsident in der regionalen Stromgesellschaft EVWR Energiedienste Visp-Westlich Raron AG.

Mehr Oberwallis in der Energiepolitik bedeutet für mich: 

Wertschöpfungserträge der Wasserkraft müssen im Wallis bleiben

Das Wallis als Wasserschlosskanton hat ein grosses Potential, wenn es darum geht, Elektrizität aus Wasserkraft zu gewinnen. Die neue Energiegesetzgebung des Bundes sieht die breite Unterstützung von alternativen Energien vor. Jetzt müssen wir im Kanton die Hausaufgaben machen. Es ist wichtig, dass wir möglichst die gesamte Wertschöpfungskette (Produktion bis Verkauf) im Wallis ansiedeln. Heute ist es so, dass die Energie im Wallis produziert und zum grossen Teil über ausserhalb des Kantons angesiedelte Gesellschaften vermarktet wird. Dadurch entgehen dem Wallis bedeutende Steuererträge. Der Gewinn aus dem Verkauf von im Wallis produzierter Wasserkraftenergie soll auch im Wallis versteuert werden. Damit haben wir bessere Möglichkeiten, über die Energie aus unserer Wasserkraft unsere Wirtschaft gezielt und wirksam zu fördern.

Die Bewilligungsverfahren für Wasserkraftwerke müssen beschleunigt werden

Mit der Wasserkraft verfügt das Wallis über einen einträglichen Rohstoff. Neue Wasserkraftwerke müssen deshalb ermöglicht werden. Auch das Potential von Kleinwasserkraftwerken mit einer Leistung bis zu 10 MW ist noch nicht ausgeschöpft. Die Bewilligungsverfahren müssen bei Bund und Kanton beschleunigt werden.

BlueArk – ein wichtiges Instrument zur Förderung von Kleinwasserkraftwerken

Das Projekt BlueArk, welches  im Rahmen des kantonalen Wirtschafstförderungsprogrammes „The Ark“ im Oberwallis in Visp angesiedelt wurde und sich mit der  Thematik Energie befasst, hat als erstes Projekt die Förderung von Kleinwasserkraftwerken in Angriff genommen. Die ersten Abklärungen und Projekte mit Kleinwasserkraftwerken wurden lanciert und es zeigt sich, dass ein grosses Potential vorhanden ist. Das Projekt BlueArk ist deshalb von allen Partnern (Kanton, Region und Gemeinde) mit Priorität und gezielt voranzutreiben.

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